So rechnet der Rechner deinen Kauf
Zum Kaufpreis kommen die Kaufnebenkosten. Beides zusammen sind die Gesamtkosten. Davon ziehst du dein Eigenkapital ab – der Rest ist der Kredit, den du brauchst.
Aus Kredit und Zins ergibt sich die monatliche Belastung. Der Rechner stellt sie deinem Einkommen, deinen übrigen Fixkosten und deinen Rücklagen gegenüber und sagt dir, ob der Kauf bequem, knapp oder noch nicht passt. Gibst du deine heutige Miete an, siehst du auch den Vergleich.
Kennst du deinen Zins noch nicht, rechnet der Rechner mit einem durchschnittlichen Marktzins und zeigt das als Annahme an. Hast du ein Angebot deiner Bank, trag deinen Zins ein.
Beispiel
Angenommen, eine Wohnung in Nordrhein-Westfalen kostet 420.000 €. Der Rechner setzt dafür rund 39.900 € Kaufnebenkosten an, zusammen 459.900 €. Mit 80.000 € Eigenkapital brauchst du einen Kredit von 379.900 €.
Bei 3,5 % Zins und 2 % anfänglicher Tilgung wären das rund 1.740 € im Monat. Ob das bequem passt, hängt davon ab, was nach dieser Rate für Leben, Rücklagen und deine anderen Ziele bleibt – genau das prüft der Rechner.
Alle Werte sind frei gewählte Beispiele. Zinsen, Nebenkosten und die Anforderungen der Banken ändern sich.
Welcher Anteil vom Einkommen?
Oft genannt wird, dass die Rate höchstens 35 bis 40 % des Nettoeinkommens betragen sollte. Das ist eine grobe Orientierung. Wichtiger ist, was nach der Rate übrig bleibt: Nebenkosten des Hauses, Rücklagen für Reparaturen, Auto, Kinder, Urlaub und Altersvorsorge.
Denk auch an später: Endet die Zinsbindung, kann die Rate steigen. Eine höhere Tilgung macht dich schneller schuldenfrei, erhöht aber die Rate. Rechne ruhig mehrere Varianten durch.
Kaufnebenkosten nicht vergessen
In Deutschland kommen zum Kaufpreis die Grunderwerbsteuer (je nach Bundesland unterschiedlich hoch), Notar- und Grundbuchkosten und gegebenenfalls eine Maklerprovision. Zusammen sind das oft rund 10 % des Kaufpreises, manchmal mehr. In Österreich und der Schweiz gelten eigene Steuern und Gebühren. Deshalb fragt der Rechner nach Land und Region.
Viele Banken erwarten, dass du mindestens die Nebenkosten aus Eigenkapital bezahlst. Dein Notgroschen gehört nicht dazu – er sollte auch nach dem Kauf noch da sein.
In der Schweiz: die Tragbarkeit
Schweizer Banken prüfen die Tragbarkeit meist mit einem kalkulatorischen Zins, der deutlich über dem aktuellen Zins liegen kann, und rechnen Nebenkosten und Amortisation dazu. Die Wohnkosten sollen dabei höchstens rund ein Drittel des Bruttoeinkommens ausmachen. Dazu kommen meist mindestens 20 % Eigenmittel.
Der Rechner bildet diese Bankrechnung nicht nach. Er zeigt dir, was mit deinen eigenen Angaben in deinen Monat passt.
Laufende Kosten nach dem Kauf
Mit der Rate ist es nicht getan. Als Eigentümerin oder Eigentümer zahlst du Grundsteuer, Versicherungen und Nebenkosten, in einer Eigentumswohnung zusätzlich Hausgeld. Dazu kommen Reparaturen und irgendwann größere Sanierungen – Dach, Heizung, Fenster.
Plan dafür von Anfang an eine monatliche Rücklage ein, auch wenn im ersten Jahr noch nichts kaputtgeht. Wie hoch sie sein sollte, hängt von Alter und Zustand der Immobilie ab.
Mehr als eine Zahl
Eine Immobilie verändert deinen Monat für viele Jahre. In Wealthbliss siehst du, was die Rate für deine anderen Ziele bedeutet, welche Stellschrauben es gibt – mehr Eigenkapital, längere Laufzeit, anderer Kaufpreis – und wie sich ein Kauf, ein Bau oder eine Sanierung auf dein „wirklich frei“ auswirkt.