So funktioniert der Zinseszins
Beim Sparplan zahlst du regelmäßig einen festen Betrag ein. Erzielt dein Geld Zinsen oder Erträge und bleiben diese angelegt, entwickeln sie sich im nächsten Jahr mit. Das nennt man Zinseszins – und er wirkt umso stärker, je länger du sparst.
Der Rechner zeigt deshalb drei Zahlen: was am Ende herauskommt, was du selbst eingezahlt hast und welcher Teil aus dem angenommenen Zins stammt.
Beispiel: 200 € im Monat über 20 Jahre
Sparst du 20 Jahre lang 200 € im Monat, zahlst du 48.000 € ein. Mit 0 % bleibt es bei 48.000 €.
Nimmst du 3 % pro Jahr an, ergibt die Rechnung rund 65.371 €. Mit 5 % wären es rund 81.161 €. Gerechnet ist mit monatlichen Zinsen und einem effektiven Jahreszins. Der Unterschied kommt allein aus der Annahme – deshalb lohnt es sich, mehrere Werte durchzurechnen.
Die Zahlen sind ein Rechenbeispiel. Sie sagen nichts darüber, wie sich eine bestimmte Geldanlage tatsächlich entwickelt.
Welchen Zins soll ich annehmen?
Das kann dir kein Rechner sagen. Sparkonten, Anleihen, Fonds und Aktien entwickeln sich unterschiedlich, und aus der Vergangenheit lässt sich die Zukunft nicht sicher ablesen. Wertpapiere können auch an Wert verlieren.
Ein guter Weg ist, drei Varianten zu vergleichen: vorsichtig, mittel und optimistisch – und auch 0 %. So siehst du, wie stark dein Ergebnis von der Annahme abhängt. Wealthbliss gibt keine Anlageberatung und sagt dir nicht, wo du sparen oder anlegen sollst.
Was der Rechner nicht einrechnet
Kosten: Viele Sparpläne haben laufende Kosten oder Gebühren pro Ausführung. Sie mindern das Ergebnis.
Steuern: Erträge können steuerpflichtig sein. Wie viel, hängt von deinem Land und deiner Lage ab.
Inflation: Ein Betrag in 20 Jahren kauft voraussichtlich weniger als heute. Rechnest du mit einem Zins nach Inflation, wird das Ergebnis vorsichtiger.
Schwankungen: Viele Geldanlagen entwickeln sich nicht gleichmäßig. Der Rechner verteilt den angenommenen Zins gleichmäßig über die Jahre – in Wirklichkeit gibt es gute und schlechte Jahre, und der Wert kann zeitweise auch sinken.
Einen Sparplan an ein Ziel koppeln
Ein Sparplan wird leichter durchzuhalten, wenn er ein Ziel hat: die Anzahlung für eine Wohnung, das Auto in fünf Jahren, die Ausbildung der Kinder oder die Zeit nach dem Berufsleben. Dann weißt du, wofür du sparst und bis wann.
Dreh die Rechnung dazu einmal um: Wie viel brauchst du, und bis wann? Probier im Rechner verschiedene Sparraten und Laufzeiten aus, bis das Ergebnis zu deinem Ziel passt – mit einer vorsichtigen Annahme.
Ändert sich dein Einkommen, kannst du die Rate anpassen. Viele erhöhen sie nach einer Gehaltserhöhung ein Stück, statt den ganzen Unterschied auszugeben. Und wenn es einmal eng wird, ist eine kleinere Rate besser als ein abgebrochener Plan.
Die wichtigste Zahl ist die Sparrate
Den Zins kannst du nicht bestimmen, die Sparrate schon. Sie sollte so gewählt sein, dass sie auch in teuren Monaten bleibt – sonst wird der Plan zur Belastung.
Wealthbliss hilft genau dabei: Es zeigt dir, was nach Fixkosten, Rücklagen und Steuerreserve wirklich frei ist, und was eine höhere oder niedrigere Sparrate für den Zeitpunkt bedeutet, an dem du dein Ziel erreichst.